Die Smart City kommt!

Wohnen in der Zukunft

6 min Lesezeit

ZW

zukunftswaende ‚ÄĘ Januar 2022

Smarte Technologie verändert längst schon unsere vier Wände. Jetzt sollen endlich auch die Städte zu modernen Smart Cities werden. Das Versprechen: Die Smart Citiesder Zukunft sollen durch neue Technologien umgestaltet werden, um die Lebensqualität zu erhöhen und die Umweltverschmutzung zu reduzieren. Zeit also, mal einen Blick darauf zu werfen, wie solche Entwicklungen zu Smart Cities aussehen können, was die Smart City der Zukunft leisten soll und wie sich das auf unser Wohnen und Leben auswirkt.

Smart Cities sollen das Leben besser und gr√ľner machen

Das smarte Zuhause nimmt Formen an. Smart-Home-Systeme werden immer benutzerfreundlicher ‚Äď etwa mit ‚ÄěPlug&Play‚Äú-L√∂sungen, bei denen sich ein Steuerger√§t automatisch mit den anderen Endger√§ten im Haus verbindet. L√§ngst k√∂nnen viele auch von unterwegs pr√ľfen, ob sie den Herd angelassen haben. Oder andere stellen die Heizung schon einmal an, wenn sie sich auf den Heimweg machen.

Smart Home hei√üt auch: Jalousien schlie√üen sich von selbst, wenn die Sonne zu stark scheint, der K√ľhlschrank wei√ü, ob noch Milch da ist, und statt mit dem Schl√ľssel √∂ffnen wir die T√ľr per Iris-Scan. Und auch im Au√üenbereich geht es weiter, z. B. mit smarter Gartenbeleuchtung. Nicht f√ľr jeden geh√∂rt das schon zum Alltag. Aber bessere Sensoren, h√∂her entwickelte K√ľnstliche Intelligenz und die Einf√ľhrung von fl√§chendeckendem 5G-Mobilfunk k√∂nnten das rasant √§ndern. Und viele Neuerungen sind bequem und energieschonend zugleich und damit attraktiv f√ľr moderneres Wohnen ‚Äď ob jetzt schon im eigenen Zuhause oder im Hinblick auf das Leben in einer Smart City.

Die Städte wachsen weiter

Trotz der aufgekommenen Landlust in der Pandemie, wird die Urbanisierung weiter zunehmen. Denn Städte sind nach wie vor Anziehungspunkte, an denen gerade junge Menschen Arbeit und Spaß finden. Am Beispiel der USA, wo in Unternehmen heute die größten Innovationen rund um Smart Cities entstehen, können wir diese Entwicklung besonders gut erkennen. Heute leben rund 80 Prozent der Amerikaner in städtischen Gebieten, 1950 waren es noch 64 Prozent. Bis 2050 wird die Zahl nach einer UNO-Studie auf 89 ansteigen. In Deutschland leben heute rund 77 Prozent der Menschen in Städten oder Metropolregionen und nur etwa 15 Prozent in Gemeinden unter 5.000 Einwohner:innen.

Die Stadtentwicklung muss sich anpassen

Mit dem weiter massiven Zuzug in die St√§dte wird es immer wichtiger, wie wir unser Lebens- und Wohnumfeld organisieren, wie wir uns mit Energie und Lebensmitteln versorgen und Gr√ľn- und Ruher√§ume schaffen. Wird die Infrastruktur in St√§dten nicht intelligenter ausgebaut, kann das ziemlich chaotische Folgen haben. Dabei ist eine Smart City potenziell ein wunderbarer Ort, sich eigene Wohntr√§ume zu erf√ľllen. Und die M√∂glichkeiten, das eigene Zuhause und eine ganze Stadt mit smarten Mitteln lebenswerter zu machen, sind ja endlos. Einige Beispiele: Intelligent angepasste Beleuchtung f√ľhrt dazu, dass wir den Sternenhimmel wieder besser sehen k√∂nnen. Zielgenaue Bew√§sserung f√ľhrt zu besserem Wachstum von Stadtb√§umen. Und mit moderner Software erstellte Baupl√§ne sorgen daf√ľr, dass mehr Frischluft zirkulieren kann oder dass sich unsere vier W√§nde im Sommer nicht so stark aufheizen.

Unsere Welt verändert sich

In vielen Bereichen auch Dank modernster Technik

Bald schon werden wir etwa nicht mehr mehr von der Bahn genervt sein. Siemens-Chef Roland Busch sagte dazu in einem Interview, dass Z√ľge in Deutschland im Jahr 2030 keine Versp√§tung mehr haben werden, weil man durch die Digitalisierung wisse, was in den Z√ľgen passiere, bevor sie kaputtgehen w√ľrden. Er meint also Sensoren, die in Echtzeit Abl√§ufe erfassen und deren Daten von K√ľnstlicher Intelligenz geordnet werden. Das Bahn-Beispiel lie√üe sich auf praktisch jeden Bereich einer Smart City √ľbertragen: Ampeln, Klimaanlagen, Bauprojekte, Freib√§der, Verwaltung, M√ľllabfuhr ‚Äď sie alle k√∂nnten mit Sensoren und Auswertungssoftware verbunden werden und damit besser, schneller und ressourcenschonender arbeiten, um das Heute und Morgen einer Stadt wirklich zu einer Smart City zu verbessern. Hier ein Beispiel aus der Praxis: In den USA gibt es ein Multi-Millionen-Dollar teures, virtuelles Kraftwerk. Es analysiert den Stromverbrauch und bezahlt Kund:innen, wenn diese w√§hrend gro√üer Nachfrage ihren Energieverbrauch senken ‚Äď was dann wieder die Notwendigkeit neuer Kraftwerke reduziert. Das Ergebnis: Die Umwelt wird geschont und Geld wird gespart.

Eine Smart City muss nicht auf freiem Feld entstehen

Die Zukunft f√§ngt im Kleinen an: In Deutschland unterst√ľtzt der Bund seit 2019 mit dem Programm ‚ÄěModellprojekte Smart Cities‚Äú Zukunftsprojekte f√ľr die Entwicklung und Umsetzung digitaler Technologien in der Smart City Entwicklung. Zu den 28 gef√∂rderten St√§dten geh√∂ren z. B. Einbeck, Hameln, Hannover und Hildesheim, in denen intelligente Beleuchtung f√ľr das Kleinstadtzentrum und bessere Ampelschaltung eingerichtet wurden. Alles erste Schritte, um St√§dte zu Smart Cities werden zu lassen.

Die Smart City ist nicht ohne Risiko

Kritische Stimmen sagen: Eine Smart City kann zwar nachhaltiger und lebenswerter sein, aber die Vernetzung unserer Lebensr√§ume bedeutet auch Herausforderungen. Immer st√§rker vernetzte Systeme m√ľssen auch besser gegen Cyberangriffe gesch√ľtzt werden. Und manche Beispiele f√ľr Smart Cities haben nicht immer nur die Menschen im Blick. F√ľr den Bau von ‚ÄěThe Line‚Äú, der √Ėkostadt der Superlative in Saudi-Arabien, m√ľssen etwa tausende Menschen weichen.

Die Smart City muss das Leben f√ľr alle besser machen

Unsere Zukunft ist urban. Unsere Städte werden Smart Cities. Moderne Technologie kann unseren Alltag und unser Zuhause lebenswerter machen. Und tut das vielerorts schon: In Chicago hat das Unternehmen Intel gemeinsam mit der Stadtverwaltung Mobilfunkdaten im Nahverkehr ausgewertet und konnte in Covid-Zeiten schnell und passend das Angebot an die Nachfrage anpassen.

Alanus von Radecki, Leiter des Competence Teams Urban Governance Innovation am Fraunhofer IAO und Leiter des Innovationsnetzwerk ‚ÄěMorgenstadt: City Insights‚Äú, sagte dazu in einem Interview: ‚ÄěSmart Cities bieten besser genutzten Raum, weniger Fahrzeuge, bessere Luftqualit√§t, eine h√∂here Effizienz von st√§dtischen Dienstleistungen, was zu einer h√∂heren Lebensqualit√§t f√ľhrt.‚Äú Zudem b√∂ten solche Smart Cities mehr berufliche und √∂konomische Chancen und eine bessere Vernetzung mit der Community.


Hei√üt: Es geht hier nicht einfach nur darum, die Abl√§ufe einer Stadt moderner zu machen. Die Menschen sollen konkret profitieren, indem sie ihre Smart City dann besser, entspannter und ges√ľnder nutzen k√∂nnen ‚Äď mit technischen L√∂sungen, die wir uns heute kaum vorstellen k√∂nnen. Wir sind gespannt auf das Wohnen der Zukunft!


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Ein ausgewähltes Redakteurs-Team der LBS Nord beschäftigt sich mit zukunftsweisenden Inhalten rund um die Themen Wohnen, Leben und Zeitgeschehen. Dabei ist es den kleinen Dingen im Leben auf der Spur, die das eigene Zuhause größer machen.


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Ob minimalistisch oder weitl√§ufig, Alt- oder Neubau, geteilt oder ganz f√ľr dich allein: Das Gl√ľck vom eigenen Zuhause ist so individuell wie du. Vielleicht wei√üt du schon genau, wie du leben willst. Oder wir konnten dich mit unseren Wohnkonzepten ein bisschen inspirieren. Egal, welche Tr√§ume du verwirklichen willst ‚Äď die Sparkassen und die LBS Nord stehen dir bei der Erf√ľllung deiner Wohntr√§ume zur Seite. Wir freuen uns auf dich!

Welche Wohntr√§ume auch immer du verwirklichen willst ‚Äď
die LBS Nord und die Sparkassen stehen dir zur Seite.