So wird der Balkon zur Frühlingsoase Wohnen

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zukunftswaende • April 2021

War das etwa ein erster Sonnenstrahl, der da hinter der dichten Wolkendecke hervor geblitzt ist? Die Temperaturen klettern zwar nur zaghaft das Thermometer hinauf, doch die Sehnsucht nach frischer Luft und Wärme ist in diesem Jahr besonders ausgeprägt. Das Zuhause ist zu einem Rückzugsort geworden, in dem man sich sicher und so wohl wie möglich fühlen will. Und doch lockt einen der Frühling mit seinem frischen Grün, feinen Knospen und betörenden Düften und gibt Anlass, es sich auch draußen gemütlich zu machen. Wir zeigen, wie Garten, Terrasse und Balkon im Handumdrehen fit gemacht werden, damit man das Frühlingserwachen hautnah miterleben kann.

Den Frühling mit allen Sinnen genießen

Grüne Sprösslinge, zarte Blüten und pure Entspannung: Um den Frühling willkommen zu heißen, brauchen wir nicht zwingend einen eigenen Garten mit großzügiger Terrasse. Auch in der Stadt, zwischen Betonbauten und Straßenverkehr, lässt es sich auch auf dem kleinen Balkon herrlich entschleunigen und den Frühling mit allen Sinnen genießen. Aber bevor wir es uns auf den Loungemöbeln bequem machen, die selbstgemachte Limonade genießen und den wiedergekehrten Vögeln beim Zwitschern lauschen, werden die Ärmel hochgekrempelt. Denn was für die Garderobe gilt, wenn es für Mantel, Mütze und Co. draußen zu kuschelig wird, lässt sich auch auf den Außenbereich anwenden: Eine Generalüberholung muss her.

1. Dem Schmutz an den Kragen gehen

Terassenboden aus Holz mit Blättern belegt

Der kalte Winter und der stürmische April haben ihre Spuren hinterlassen. Laub, Vogeldreck und Moos haben sich auf den Holzdielen festgesetzt, die nur darauf warten, mit Besen und Wischmopp behandelt zu werden. Um das Schrubben mit lauwarmem Wasser und Bürste kommt man hier also leider nicht herum. Wer zu seinen Füßen Beton oder Fliesen verlegt hat, kann es sich etwas leichter machen und dem hartnäckigen Dreck auch mit dem Hochdruckreiniger zu Leibe rücken. Baumärkte verleihen diese unkompliziert auf Stundenbasis.

2. Neu bepflanzen oder austauschen?

Balkonblumen

Wenn das Drumherum soweit schick gemacht ist, warten schon die Möbel und die Dekoration. Aber eins nach dem anderen: Ein achtsamer Blick auf die Balkonkästen und Pflanzkübel ist ratsam, bevor sie mit neuer Erde und Saatgut bestückt werden. Frost- und Rostschäden lassen die Behälter unschön aussehen. Ist die Keramik spröde oder gar brüchig? Dann kann das dem Blütenwunder ganz schnell den Garaus machen. Auch alte Erde aus dem Vorjahr sollte nur bedingt weitergenutzt und besser durch frische ausgetauscht werden. Bevor fleißig bepflanzt und gegossen wird, immer auch die Umgebung im Blick behalten: Je nachdem, ob der Standort schattig oder sonnig ist, gedeihen die verschiedenen Gewächse auch unterschiedlich gut. Balkonpflanzen wie Chrysanthemen, Sternjasmin und Begonie brauchen nicht so viel Licht wie ihre sonnenverwöhnten Verwandten und eignen sich daher für schattige Außenbereiche. Lavendel, Petunien und auch Zitrusbäume mögen es wiederum heiß und sind wahre Sonnenanbeter. Noch nicht sicher, wie die Bepflanzung in diesem Jahr aussehen soll? Das nachhaltige Gärtnern ist und bleibt ein großer Trend. Wer einen eigenen Außenbereich sein Eigen nennt, kann mit intelligenter Bepflanzung und ressourcenschonender Planung u. a. dem Insektensterben entgegenwirken.

 

Hier 24 weitere Tipps zum nachhaltigen Gärtnern. 

 

 

3. Balkonmöbel aus dem Winterschlaf holen

Jetzt dürfen die Balkon- und Gartenmöbel aus ihrem Dornröschenschlaf geküsst werden. Während Metall- und Kunststoffmöbel mit einem Wisch meist schon frühlingsfit sind, brauchen Möbel aus Holz eine etwas aufwendigere Schönheitskur. Holz ist ein Naturmaterial und „arbeitet“ ständig, daher sollten bei der Reinigung wenn möglich nur Wasser oder besonders schonende Reinigungsmittel zum Einsatz kommen. Wer sich aber über vergrautes Holz, verblichene Stellen und abgeblätterten Lack ärgert, muss etwas tiefer in die Trickkiste greifen.

4. Glänzender Hauptakteur

Hat das Holz seinen Glanz verloren? Dann kann mit einem speziellen Holzöl nachpoliert werden. Am besten direkt eines mit Witterungsschutz verwenden, dann sind die Möbel auch vor spontanen Regenschauern gefeit. Profitipp: Vermischt mit etwas Terpentinersatz verflüssigt sich das Holzöl und kann so noch tiefer in die Holzrillen eindringen. Dick aufgetragen ist das Naturmaterial nun bestens auf Umwelteinflüsse vorbereitet. Nach einer Einwirkzeit von 15 bis 20 Minuten kann das restliche Öl mit einem weichen Tuch abgenommen werden. 

Der Lack ist ab? Dann empfiehlt es sich, diesen möglichst ganz zu entfernen. Das geht zum Beispiel mit einer Messingbürste oder einem Schleifgerät. Bevor neu lackiert wird, wird das Holz mit einer speziellen Grundierung vorbehandelt. Bei der Neulackierung dann darauf achten, dass der Pinsel in Richtung der Holzmaserung aufgetragen wird. Gut durchtrocknen lassen, damit sich die Farbtupfer nicht auch auf der Kleidung verewigen, schon strahlt das bunte Mobiliar mit der Sonne um die Wette.

5. Der Feinschliff

balkon lampen, lichterkette

Der Boden ist von seinen Altlasten befreit, die Kübel und Beete sind bepflanzt und die Gartengarnitur kann sich auch wieder sehen lassen. Aber das gewisse Etwas fehlt noch? Dann darf sich jetzt an den letzten Schritt gewagt werden: Dekorieren! Neben diversen Figuren und Skulpturen aus Keramik, Metall, Stein oder Holz sorgen gekonnt inszenierte Lichtelemente für ein rundum wohliges Gefühl. Dank Lichterkette, Leuchtkugel und Lampions können wir auch nach Sonnenuntergang noch die lauen Sommernächte genießen.

Jetzt kann der Frühling kommen. Und mit ihm am liebsten natürlich auch ein paar Gäste in der frisch hergerichteten Balkon- oder Garten-Oase.


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Ein ausgewähltes Redakteurs-Team der LBS Nord beschäftigt sich mit zukunftsweisenden Inhalten rund um die Themen Wohnen, Leben und Zeitgeschehen. Dabei ist es den kleinen Dingen im Leben auf der Spur, die das eigene Zuhause größer machen.


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